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Baddeleyit

 

Namensgeber für das Mineral war Joseph Baddeley, der dieses erstmals in Sri Lanka entdeckte und beschrieb.
Es handelt sich bei diesem chemisch gesehen um ZrO2. Damit bildet es neben Zirkon das wichtigste Zirkoniumerz. Als Rohstoff wird das gewonnene Zirkoniumoxid vorwiegend als Feuerfeste- Keramik eingesetzt, da es einen Schmelzpunkt von 2680 °C besitzt. Baddeleyit als Mineral hat eine hohe Reinheit von ungefähr 98% ZrO2. Bei den verbleibenden zwei Prozent handelt es sich, je nach Ursprungsort, um sehr geringe Mengen an Fe2O3 bzw. FeO, SiO2, CaO, TiO als auch HfO2.

Wenn Kristalle gefunden werden besitzen diese meist einen monoklinen und  prismatischen Habitus und sind oft nach (100) verzwillingt. Häufiger jedoch findet man massive Exemplare mit botryoidalen Habitus und interner radialfasriger Struktur oder  konzentrischer Bänderung.
Meist sind die Kristalle schwarz, gelbbraun bis hin zu gelb. Sie besitzen vorwiegend einen submetallischen, bis hin zu fettigem Glanz. Die Härte liegt bei 6,5 und spezifische Dichte beträgt 5,74 - 5,83.
Im Allgemeinen wird Baddeleyit durch pneumatolytische Prozesse gebildet, vorwiegend geschieht dies in ultrabasischen Karbonatit (magm. Gestein mit 70 bis 90% Karbonatmineralien) - Alkaligesteins- Komplexen wie sie z. B. in Kodvor- Massiv auf der Halbinsel Kola in Russland zu finden sind.  Ähnliche Wirtsgesteine findet man in Poços de Calda, Minas Gerais und Jacupiranga in Brasilien, dort findet man botryoidale Baddeleyit- Kristalle zusammen mit Zirkon entlang einer Grenzschicht zwischen der Jacupirangit (Typ- Lokalität; Alkali-Pyroxenit mit Ti- Augit) und Karbonatiden. Weniger häufig und nicht von wirtschaftlichem Interesse sind die Vorkommen in Nephelin- Syeniten oder Korund- Syeniten, wie  Beispielsweise in Bozeman, Gallatin- Komplex in Montana, USA als auch in der Lava des Vulkans Vesuv auf Sizilien, Italien.
Aufgrund der hohen Dichte lässt sich dieses Mineral auch in alluvialen Seifen, zusammen mit anderen Edelsteinen finden, meist handelt es sich dabei aber um zertrümmerte oder gerundete Fragmente, wie in Sri Lanka dies der Fall ist. Eine Besonderheit bei den Lagerstätten findet man in Hamr in Tschechen, dort befindet sich eine alluvial gebildete Lagerstätte bei der Baddeleyit und
Hydrozirkon (Gel- Zirkon, Zr(SiO4)1-x (OH)4x), als Verwitterungsprodukt in einer Ur- Zr- Oxid-Mineralisation eingebettet in einem Sandstein vorliegt.
Darüber hinaus hat man Baddeleyit im Gestein vom Mond gefunden, dort ist aus dem Basalt als Differenziationsprodukt hervorgegangen.

In Burma findet man Baddeleyit in prismatischer Form, teilweise transparent und mit typischen Glanz. Es handelt sich dabei um die gleiche Mine, in der unter anderem auch Painit und Rutil gefunden werden, diese befindet sich am “Hinthar Hill“ im Wetloo- Viertel, Kyauk Pyat That, westlich von Mogok.

Weitere Fundorte befinden sich im Kongo oder auch in Wyoming in den USA.

 

Weitere Infos:

Mineralienatlas: Baddeleyit
Mindat: Baddeleyit

 

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